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Dienstag, 12. März 2019

Wisst ihr wie es ist?

Wisst ihr wie es ist...zu kämpfen? Wisst ihr wie es ist tag für tag gegen diese gedanken und gefühle anzukämpfen? Wisst ihr, wie es ist permanent von diesen worten aufgefressen zu werden, die in deinem kopf vorherrschen? Wie es ist nichts dagegen tun zu können, es nicht beeinflussen zu können, ihnen völlig ausgeliefert zu sein?
Wisst ihr wie es ist, wenn sie dir die ganze zeit sagen, wie wertlos du bist? Wie fehlerhaft? Versager? Schlechter Mensch? Heuchler? Schmarotzer? Dumm? Lästig? Negativ? Hässlich?
Plötzlich erscheinen sie und überrollen dich wie eine lavine. Du kannst nicht das geringste dagegen tun. Du kannst sie nicht abschalten, du kannst dich nicht ablenken, du versuchst nur irgendwie damit fertig zu werden. Du versucht sie nicht die überhand gewinnen zu lassen, aber sie sind immer da. Immer sitzen sie in deinem hinterkopf. Gönnst du dir auch nur einen augenblick ruhe und stille, sind sie sofort da. Du spürst es, du weißt es. Du musst nur kurz zuhören und sofort werden sie laut. Alle versuche dafür zu sorgen, dass sie leise werden, dass sie verschwinden, sind vergebens. Du hast schon so viel versucht. Nichts gelingt. Du kannst es nur einfach aushalten.

Es ist wie eine unsagbare last, die du jeden tag, jede minute, jede sekunde mit dir rum schleppen musst. Es schmerzt so sehr, dass du schreien willst. Das du am liebsten alles tun willst, damit es aufhört. Aber es hört nicht auf. Es geht immer so weiter. Egal was du tust.
Und das schlimmste, was dazu kommt, ist, dass du es dir nicht mal so ausgesucht hast. Das du es nicht beeinflussen kannst. Das du gar nicht so denken willst!! Das es einfach geschieht und dich so unendlich weit runter zieht. Man kann nicht einfach weghören, so tun, als ginge es einem gut. Man kann nicht einfach versuchen jetzt ein anderer mensch zu sein. Zu versuchen dinge positiv zu betrachten. Die worte einfach zu ignorieren. Man kann es verdammt noch mal nicht! Denn sie sind einfach immer da. Egal wie gut es dir vielleicht an manchen tagen geht. Egal, wie locker du vielleicht mit dingen fertig wirst oder egal wie glücklich du bist. Sie sind einfach immer im hinterkopf und flüstern.

Du kannst versuchen, dass andere glauben, dir ginge es gut. Du kannst versuchen es ihnen weiß zu machen, dass du glücklich bist. Du kannst ihnen zeigen, dass du genau wie sie bist. Fröhlich und normal. Und das dich nichts erschüttert, dir alles gelingt, du alles durchstehst und du einfach immer weiter machst. Du kannst genau das tun, was sie von dir wollen, was sie von dir erwarten, was sie von dir verlangen.
Und du kannst das wirklich sehr gut. Denn sie glauben dir jeden Scheiß, den du ihnen sagst. Sie glauben dir, wenn du sagst, dass es dir gut geht. Sie hinterfragen nicht. Sie wollen es nicht wissen. Sie sind froh, wenn du ruhe gibst und ihnen nicht offenbarst, dass es dir eben nicht gut geht. Sie sind glücklich mit der Lüge, die du jeden tag für sie aufrecht hältst. Denn das bringt am wenigstens probleme für sie mit.

Doch du merkst, wie sehr du daran zerbrichst diese Lüge aufrecht zu erhalten. Aber du machst weiter. Jeden tag. Weil du nicht wieder verlassen werden willst. Du spielst deine rolle so gut. Aber sie sehen nicht, wie sehr dich die stimmen weiter und weiter zerstören. Sie sehen es einfach nicht!
Sie sorgen dafür, dass du dich schlecht fühlst und du machst trotzdem immer weiter. Kämpfst gegen die stimmen, gegen die gefühle, gegen die worte an und kämpfst darum deine maske aufrecht zu erhalten.
Oftmals kannst du die gefühle und worte nicht mal zuordnen. Aber sie hinterlassen stets ein schreckliches gemisch in dir. Du fühlst gleichzeitig alles und dann auch wieder nichts. Du bist traurig, wütend, verzweifelt, hilflos, ängstlich, überfordert und leer. Sie verdrängen alle schönen gedanken und gefühle. Sie sind so rasend schnell, dass du nicht mal merkst, wann es bereits geschieht und ehe du dich versiehst, bist du ihnen wieder ausgeliefert. Jedes mal, jede verdammte scheiß Sekunde, ist da dieses gefühl, was dich lähmt. Jedes mal spürst du, wie es versucht stärker zu werden, wie es dir wieder diese worte in den kopf setzt, wie es einfach dafür sorgen will, dass du dich schlecht fühlst. Egal bei was! Jedes mal ist es da und du kannst nichts da gegen machen.

Aber trotzdem versuchst du es. Du versuchst dagegen anzukämpfen. Du bemühst dich jeden verfickten, scheiß tag. Manchmal gelingt es dir und das gefühl, die worte lassen ein bisschen nach, aber oftmals gelingt es dir nicht. So oft kämpfst du und niemand sieht es. Niemand sieht wie du jeden tag mit dieser Übermacht fertig werden musst. Niemand kann es fühlen. Niemand weiß, wie es ist. Niemand merkt wie sehr du innerlich schreist und kämpfst. Denn sie sehen nur das äußere und das was sie sehen wollen. Sie sehen nur das, was du ihnen zeigen willst. Und bricht es manchmal ungewollt aus dir heraus, weil dieser kampf so gigantisch ist und die maske fällt, wissen sie nicht mit dir umzugehen. Wissen sie nicht wie sie sich verhalten sollen. Wissen nicht was sie sagen sollen.
Denn absolut alles ist falsch. Jedes liebe wort. Jeder versuch zu helfen. Jeder ratschlag. Jeder hinweis. Alles ist falsch und du glaubst ihnen nicht. Du verstehst es nicht. Du kannst es nicht spüren, was andere dir mitteilen wollen. Denn die worte im innern sind viel lauter, als ihre. Sie vernichten alles. Sie treten alle hilfe mit füßen. Sie sorgen dafür, dass du nicht glauben kannst. Das du nicht vertrauen kannst. Sie sorgen dafür, dass du den jenigen, die dir helfen wollen, nur noch mit hass und ablehnung begegnest.
Dabei ist es genau das, was du nicht willst. Denn du sehnst dich nach nichts mehr, als hilfe. Nach nichts mehr, als verständnis. Du sehnst dich so sehr nach jemanden, der dir zuhört und der weiß wie es in dir aussieht. Der weiß welchen kampf du jeden tag führen musst. Der sieht wie du dich ständig für andere verstellst und dir sagt, dass du es bei ihm nicht tun musst. Der dich so akzeptiert wie du bist und der wirklich bereit ist zu helfen. Der weiß, wie hässlich es werden kann, aber der sich nicht aufhalten lässt und es immer wieder versuchst. Du sehnst dich so sehr nach jemanden, der dich nicht nur mit ratschlägen erschlägt, sondern wirklich bereit ist dir zu zuhören und dich dafür nicht zu verurteilen. Der bereit ist wirklich zu zuhören! Aber du weißt, dass da niemand ist. Denn die stimmen in deinem kopf, die worte und gefühle sorgen dafür, dass du es denkst. Sie sorgen dafür, dass du dich alleine fühlst. Jeden tag. Sie sorgen dafür, dass du jeden vergraulst. Sie sorgen dafür, dass du dich immer mehr von allem abschottest und irgendwann ganz alleine bleibst. Denn du willst niemanden eine last sein. Du willst niemanden verletzen oder kränken. Du willst niemanden hassen für das was er hat und du nicht. Du willst sie nicht hassen dafür, dass sie glücklich sind und einfach nicht verstehen können.
Und so trägst du diesen kampf immer mit dir selbst aus. Jeden tag. Jede sekunde, jeden augenblick.

Und irgendwann siehst du ein, dass kämpfen nichts mehr bringt. Irgendwann merkst du, dass es vergebens ist. Und irgendwann gibst du auf. Irgendwann kommt der tag und dann haben sie endlich gewonnen.

Freitag, 27. April 2018

Kotz-, Jammer-, Hasspost

Und da ist er wieder. Dieser tiefe Hass in mir. Ein Gefühl von Frust, Unzufriedenheit oder Wut. Ich kann es nicht beschreiben. Es sitzt in mir. Ich will es hinaus schreien, endlich los werden. Die ganze Zeit grübel ich vor mich hin, bin wie zerfressen von all den negativen Gedanken, kann keinen klaren Kopf mehr fassen und empfinde nur noch diese immense Abneigung und Missgunst. Egel gegen wen. 
Einfach jeden, der im Moment von Glück und Zufriedenheit ergriffen ist, könnte ich dieses Glück heraus reißen! Ihn zu Boden treten, ne Heckenschere nehmen, erstechen und all das ganze Gute raus schneiden. 
Ich bin so voller Neid. Dabei geht es mir mit jedem Tag immer schlechter. Ich komme von diesen Gedanken nicht mehr los. 

Dann sitze ich da, Tag für Tag, habe unendlich viel Zeit, möchte irgend etwas sinnvolles tun, habe so viele Möglichkeiten, doch das einzige, was ich tue, ist nachdenken, mich bedauern, alles ungerecht finden und mich so alleine fühlen. Und dann sehe ich wie sich andere verstehen. Überall im Internet. Ständig konfrontieren sie mich mit ihren tollen Erlebnissen, mit dem was sie haben, mit denen, die ihnen viel bedeuten und ich muss es immer wieder hinnehmen, nicken und grinsen und mich gefälligst für sie freuen. 
Ich sage nicht viel dazu, ich gebe nur ein Kommentar zur Kenntnisnahme, damit sie ihre Bestätigung bekommen, damit ich meine Ruhe habe und sie sich toll dabei fühlen können so frohe Nachrichten mir anvertraut zu haben. 
Denn natürlich möchte ich auf der einen Seite gerne zuhören, mich für sie freuen und es ihnen gönnen, aber im Moment kann ich es einfach nicht. 

Das Glück der anderen und sei es noch so wenig macht mich schlichtweg krank. Es schürt so dermaßen die Wut in mir, dass ich ihnen sofort allerhand böser, schlimmer Worte an den Kopf schreien will, sie fertig machen und verletzen will, einfach weil ich es nicht ertrage, dass sie gerade so viel Schönes erleben und ich jeden Tag alleine bleiben muss. 
Trotz der Menschen, die mir zuhören, versuchen mir zu helfen und für mich da sind, fühle ich mich einfach immer alleine. 

Sie befinden sich nicht in meiner unmittelbaren Umgebung, ich kann sie nicht mal eben besuchen und sehen. Ich muss immer erst Geld dafür zusammen raffen und Tage innerhalb einiger Monate dafür einplanen um überhaupt mal was von ihnen haben zu können. 
Und trotzdem fühlt es sich nicht richtig an. Mir fehlt ständig irgendwas. Etwas tief verbundenes, immer irgendwas, was ich ständig nur bei den anderen sehe, die das schon haben. 
Dann fühle ich mich noch viel einsamer und dann beginnt der Teufelskreis von vorn. 
Somit kann ich mich wieder nicht ablenken mit Dingen, die mir Spaß machen, die ich für mich machen könnte, denn alles wirkt darauf hin nur vergebens, unnötig, nicht zufriedenstellend, überflüssig. 

So wie ich. Ständig einfach nur überflüssig sein, so locker ersetzt werden können, sobald ich ihnen zu viel jammere, sobald ich zu schwierig werde. Sie können meine Sorgen, meinen Kummer und meine Ängste nicht tragen. Diese sind so gigantisch geworden in letzter Zeit. Ich bin jeden Tag traurig und fühle mich allein gelassen, missverstanden, unzureichend und leer. 

Ich möchte gerne für meine Freunde da sein, ihnen zuhören, ich möchte das sie meinen Rat aufsuchen und zu mir kommen, damit ich ihnen helfen kann, so wie sie mir immer helfen, aber sie tun es nicht. Sie haben ihre Leute längst. Die sind ihnen so viel wichtiger, mit denen reden sie jeden Tag und ich muss immer lauern, bis mal ein so ein abgebrochener Satz von ihnen kommt. Ich bin nur eine von vielen, minderwertig, für sie nur so ein dummer Gegenstand, der erst dann raus geholt wird, wenn es mal wieder an der Zeit ist, oder eine Pflicht oder sonst irgendwas Lästiges für sie, aber nicht aus eigenen Antrieb. 
Dies ist schlichtweg meine Wahrnehmung im Moment. Da ich auf Grund der Verlassungsängste und Einsamkeit, die ich jeden Tag aushalten muss, mir allerhand schlimmer Dinge einbilde. Meine wenigen Freunde zu Unrecht verurteile und ihnen böse Dinge unterstelle. Ich weiß, dass stimmt nicht, aber die Gedanken hören nicht auf und ich kann sie nicht abstellen, da mir nichts weiter Spaß macht, was ich auch alleine angehen könnte. 
Dann sehe ich ja wieder wie glücklich und fröhlich meine Freunde mit anderen Menschen sind, die ihnen wichtiger sind und schon ist für mich alles nur noch lachhaft und unbefriedigend. 

Ich will so gern schreien, meine Wut heraus brüllen und irgend jemanden richtig böse wehtun, damit er genau das selbe erleidet, was ich die ganze Zeit aushalten muss. Und im gleichen Atemzug fühle ich mich so schlecht für diese Gedanken, dass ich mich nur noch verkriechen will, vor allen verstecken und einfach nicht mehr existieren will. 

Ich habe mich zur Zeit so unendlich selber satt, dass ich dem ganzen am liebsten auf eine andere Weise ein Ende bereiten würde. 
Und trotzdem versuche ich es auszuhalten und all den ganzen ungerechten Scheiß hinzunehmen, so zu tun, als ginge es mir gut, als freue ich mich für meine Freunde und als wäre alles okay mit mir, damit sie sich keine Sorgen machen müssen. 
Dabei sieht es ganz anders in mir aus. Genau das Gegenteil. Doch helfen können sie mir nicht, denn ich kann ja nicht mal mir selbst helfen oder ihnen. 

Und so versinke ich immer wieder in meiner Kotze aus Selbstmitleid und gammel vor mich hin, bedauere mich ständig und bereue all die verschwendete Zeit, wo ich eigentlich so viel tolles hätte tun können. Nur wie, wenn einen nichts mehr Freude bereitet? Oder Ablenkung bringt und sich alles nur noch scheiße anfühlt? 

Genau das sind die ach so geilen Depressionen, die mich im Moment so super im Griff haben. Und niemand ist da der mir helfen kann und mich da raus holt, weil niemand RICHTIG zuhört und auch gar nicht zuhören will und kann. Ich mache niemanden daraus einen Vorwurf. Ich würde mir diese lästige Scheiße auch nicht auf Dauer anhören wollen und damit riskieren, dass diese Person mir meine gute Laune versaut. Deshalb will ich ja unbedingt verschwinden und niemanden mehr zur Last fallen.
Es ist wirklich nur noch zum Kotzen.
Und es soll endlich aufhören.  

Tja, also wie etwas ändern wenn es an mir selber liegt das zu tun? Wo ich weiß alleine schaffe ich das nicht, aber um Hilfe bitten kann ich nicht, weil es nicht tragbar ist. 
Und so bleibt alles beim Alten und ich mache einfach weiter, in der Hoffnung irgendwann finde ich ein bisschen Ablenkung. Denn von Ausgleich und Freude bei dem was ich dann tue, ist längst nicht die Rede. Hauptsache es lenkt mich ein bisschen von den scheiß Gefühlen ab.

Freitag, 25. März 2016

Wenn Freunde nicht wissen, wie sehr sie verletzen...

Je mehr mir Freunde sagen, wie oft ich nörgel, desto öfter nörgel ich! Denn es verletzt mich ungemein, dass von ihnen zu hören. Es zeigt mir, dass sie wohl ganz offensichtlich ein Problem mit mir haben. Umso mehr poste ich nur Negatives und beschwere mich. Denn ich assoziiere mich nur noch mit schlechten Eigenschaften. Sie tun mir damit unheimlich weh, denn sie sagten mir, dass ich immer zu ihnen kommen kann, wenn es mir schlecht geht. Das ich mit ihnen reden kann und mich auskotzen kann. Dieses Angebot nahm ich dankend an und was musste ich dann bitterlich feststellen? Sie können damit nicht umgehen und versetzen mir nur einen weiteren Schlag ins Gesicht. Natürlich könnten sie jetzt denken, dass ich Lösungen von ihnen erwarte, wenn ich mich bei ihnen ausheule, aber oftmals ist es einfach so, dass ich mich nur ein wenig bei ihnen aufregen und auskotzen möchte, damit es mir besser geht. 

Denn das ist schließlich eine Art Lösung von mir. Denn oftmals sind es nur kleine Dinge, die mein Gemüt trüben. Lösungen brauchen diese nicht. Und es geht mir einfach besser, wenn ich das bei jemanden kund geben kann, der mich eigentlich versteht. 

Jetzt musste ich aber immer öfter feststellen, das dem wohl nicht so ist. Denn es stört meinen Freunden wohl sehr, dass sie so oft schlechtes von mir lesen müssen. Warum? Weil sie nicht ertragen können, dass ich leide? Nun, das möchte ich gerne glauben! Tatsächlich denke ich aber schlichtweg, dass es ihnen missfällt so viel Mist zu lesen, weil es ihrem glücklichen Alltag einen faden Beigeschmack verpasst. Sie vermitteln mir zumindest dieses Gefühl und das ist sehr stark ausgeprägt. 

Das lässt mich resignieren, dass ich ihnen eine Last bin mit meinen kleinen Macken und sie mich nur dann mögen, wenn ich happy drauf bin. Klar, wer will nicht so jemanden in seiner Nähe haben? Das ist aber bei den wenigsten der Fall. Ich habe einige Freunde, die mit schweren Schicksalsschlägen zu tun haben. Sie schütten regelmäßig bei mir ihr Herz aus, aber ich beschwere mich nicht, denn ich möchte für sie da sein und versuche sie aufzuheitern und ihnen zuzuhören, so gut es geht. Für ihre Probleme gibt es keine Lösung und sie sind sonst ganz allein. Das tut mir weh sie so zu sehen, aber ich würde sie deswegen nicht meiden, nur weil es mich runter zieht. Sie vertrauen mir und brauchen ein offenes Ohr. Ich habe es ihnen angeboten und sie bekommen es. Ohne das ich mich beklage. 

Das Schlimme ist jedoch für mich, dass ich nicht das Gefühl habe mich bei bestimmten Freunden, die mir sehr nahe stehen, ebenso auszuheulen. Ich bin nun mal pessimistisch, ich bin psychisch krank. Es ist keine Absicht, dass ich ständig rumjammere und mich selbstbedauere. Ich selber finde es ja auch widerlich wie ich bin, aber ich kann nur an mir arbeiten und etwas daran ändern, wenn man mich so akzeptiert, wie ich bin. Dieses gefühl vermitteln mir die wenigsten. Sie wollen, dass es mir gut geht und ich fröhlich bin, aber mit ihren Aussagen, dass ich immer nur nörgel etc, erreichen sie genau das Gegenteil. Ich nehme es mir sehr zu Herzen und mache mir darüber viele Gedanken. 

Schlussendlich ziehe ich daraus meine Konsequenzen. Es passiert ganz automatisch. Nämlich, dass ich mich wieder mehr isoliere und zurück halte. Das ich mich wieder mehr verstecke und in meinen kleinen Kämmerlein vor mich hin siffe. Das ich kein Interesse mehr daran habe mich mit meinen Freunden zu treffen, weil ich nur im Hinterkopf habe, wie sehr ich ihren glücklichen Alltag und ihr tolles Leben belaste. Das kann man ruhig als Vorwurf verstehen. 
Nun könnten sie mir ebenso vorwerfen, was ich eigentlich will und ob sie mich nicht mehr fragen sollen wie es mir geht oder sich von mir fern halten sollen. Das will ich nicht! Ich will auch nicht, dass ihr euren Mund haltet und mir nicht mehr sagt, was ihr denkt. Denn ich schätze Ehrlichkeit sehr. Aber dennoch ist es auch ein Problem meinerseits zu verkraften und verarbeiten wenn man ehrlich zu mir ist und mir meine Fehler aufzählt. Normal kümmert es mich nicht groß oder lange, wenn fremde das tun, denn sie kennen mich nicht, aber wenn es enge Freunde machen und ich es vermehrt von vielen Seiten zu hören bekomme, nargt das schon sehr an mir und ich mache irgendwann dicht und kann nicht mehr zuhören. Ich reagiere dann schlichtweg aus Trotz und bin nachtragend. Das tut mir leid, denn ich will nicht so sein. Dennoch brauche ich dann eine gewisse Zeit, bis ich wieder Vertrauen fassen kann. Einige meistern das schon ganz gut. Sie nehmen mich nicht sonderlich ernst mit meinem Genörgel, aber hören im Ernstfall auch einfach nur zu und geben mir ein bisschen Zustimmung. 

Dennoch muss ich sagen, wenn ihr nicht mit meinen kaputten Charakter klar kommt und es euch zu sehr runter zieht, dass ihr nur so was von mir zu hören bekommt, dann bietet mir bitte nicht an, dass ich immer zu euch kommen kann und mich ausheulen darf. Damit wäre uns beiden dann geholfen. 

Ansonsten ziehe ich einfach mein Fazit daraus, dass ihr nur einen Teil von mir mögt, aber nicht mein ganzes Selbst. Was ich sehr traurig finde und auf Grund dessen mich wieder zurück ziehe. Ich muss erst mal meinen neuen Charakter des ewigen Nörglers akzeptieren lernen. Denn ich kann nur noch an diese Aussagen denken. 

Dabei ziehe ich mich grundsätzlich eigentlich immer zurück, wenn ich wirklich  mal was habe, denn ich möchte niemanden mit meinen depressiven Schüben belästigen und vollheulen. Helfen kann man da nämlich nicht und ich schäme mich auch sonst viel zu sehr. Ich bin an sich wirklich nur enttäuscht von Leuten, denen ich vertraue und Bekannten, die mir so was an den Kopf donnern. Weshalb ich mich auch für die nächste Zeit wieder zurück ziehe um genügend Abstand von allem zu bekommen. Es ist sogar so, dass ich Freunde inzwischen anlüge und ihnen sage, dass es mir gut geht, damit sie nicht genervt von mir sind, wenn sie hören, dass es eigentlich nicht so ist. Ist so nun mal leichter zu handhaben. Und wenn ich Freunde schon anlügen muss, lässt das tief blicken. 

Und klar, ich bedauere mich grade selbst. Es tut mir leid, wenn ihr das widerwärtig findet, aber das bin nun mal ich. Ich schwimme im Selbstmitleid, weil es eine Eigenschaft von mir ist. Ich bin eben nicht so stark wie andere oder halte meine Fresse wie es Leute gerne wollen. Das einzige womit ich euch dienen kann, ist Isolation und Rückzug von allem. 

Freitag, 28. Februar 2014

Scheiße, wenn man alles verschweigen muss!

Es ist so ätzend scheiße immer verschweigen zu müssen was man denkt. Immer den Fans etwas vormachen zu müssen und auf happy zu tun, nur damit sie nicht angewidert von deiner eigentlichen Person sind oder dir mit irgendwelchen Standpauken kommen.
Ich habe es so satt ständig so zu tun, als wäre ich auf ein scheiß Bild stolz. Vor allem in diesen Moment. Ständig so zu tun, als hätte mir das Colorieren Spaß gemacht. Ich kann nicht stolz und fröhlich über etwas sein, was ich erschaffen habe, wenn ich immer wieder sehe, wie viel besser andere sind oder wie schnell andere mich bald eingeholt haben. Es setzt mich wahnsinnig unter Druck und lässt mich in den Glauben meine Bilder sind totaler Scheiß geworden.

Ich sehe es ja auch an der Resonanz. Irgendwie habe ich das Gefühl das Feedback wird immer weniger. Immer dann wenn ich glaube ein Bild könnte gefallen, bleibt das Feedback aus oder es geschieht nicht das, was ich mir erhofft hatte oder von anderen Bildern, sage ich mal, gewöhnt war. Und dann vergleiche ich mich mit den vermeidlich besseren Bildern anderer Zeichner. Vergleiche mich mit den Personen, die da hinter stecken. Wie sie ständig scheiße fröhlich sind und ein Bild nach dem anderen hinrotzen und das auch noch gut aussieht. Vielleicht habe ich da wirklich eine verdrehte Wahrnehmung, denn man sagt mir oft genug, dass deren Zeichnungen alles andere als gut sind, aber ich sehe das immer anders. Sie sind so viel besser als meine und egal was ich versuche, irgendwie habe ich das Gefühl ständig nur zu scheitern.
Egal was ich mache oder hochlade. Für mich sehen meine Bilder drittklassig aus. Bescheiden. Einfach scheiße. Und andere sehen einfach besser aus. Auch wenn ich weiß, dass ich an Erfahrung mehr kann, als sie. Völlig egal. Ich sehe ja, wie deren Fans auf ihre Bilder abfahren und was bei mir passiert. Wo ich fest daran glaube, jetzt schlägt mein nächstes Bild wieder ein wie eine Bombe oder zieht ein wenig das Ruder rum. Aber geschissen. Es ist immer wieder das selbe.

Und dann muss ich stur und dumm auf glücklich tun, wenn ich eines meiner Bilder hochlade. Aber eigentlich denke ich nur: Hört auf zu labern, dass Bild ist scheiße! Guckt euch doch lieber die anderen Bilder von meinen scheiß Freunden an! Die sind viel besser! Hört auf  mir solche Scheiße vorzuheucheln. Das sagt ihr doch nur um mich nicht zu verletzen!

Wie gerne würde ich einfach mal ehrlich und offen etwas zu einem Bild schreiben, was ich wirklich denke. Das ich voller Selbstzweifel bin. Das ich absolut nicht zufrieden mit dem Bild bin. Das andere Bilder doch viel, viel besser sind. Das es mich nicht mal richtig erfreut, wenn man mich lobt und meine Bilder toll findet, weil ich ständig nur das Können der anderen vor Augen habe. All so was würde ich so gerne öffentlich schreiben. Aber ich darf es nicht. Denn so was gehört nicht auf einer Künstlerseite. Sowas behält der Künstler für sich. Denn selbst bedauern, rumheulen, Zweifel zeigen und mit nichts zufrieden sein, kommt scheiße rüber und vergrault die Leute. Sie wollen dein Gejammer nicht lesen. Es interessiert sie einen Dreck. Sobald man auch nur im Ansatz seine schlechten Gedanken kund tut, rasten sie förmlich aus und machen einen zur Sau.
Dabei weiß ich doch eigentlich was ich kann und das ich gut bin. Aber irgendwie kann ich das nicht selber von mir glauben und das ist jedes mal so, wenn ich etwas hochlade.
Ich will Anerkennung, Lob und Erfolg- ich bekomme ihn auch, aber dann vergleiche ich mich wieder mit anderen und fühle mich dann nur noch lächerlich und überflüssig.

Wieso zeichne ich dann überhaupt noch? Stelle ich mir oft die Frage.
Natürlich, jetzt kommen sicherlich wieder so ne scheiß Sprüche, wie: Zeichnest du für dich oder für andere?
Himmel, wenn ich jedes mal diesen verfickten, drecks Spruch lese, könnte ich den jenigen den Hals umdrehen! Denn sie sehen immer nur das Ergebnis. Sie sehen immer nur das, was sie vllt nicht können. Sie sind ja auch mit sich im Einklang und glücklich und haben noch andere Dinge, die sie ausmachen.
Aber ich habe nur das Zeichnen. Zeichnen macht mich aus. Ich habe sonst wirklich nichts weiter, was mich ablenkt oder glücklich macht. Nichts für mich alleine. Und deswegen zeichne ich irgendwo doch nur für andere. Weil ich deren Bestätigung brauche. Weil ich mich sonst überflüssig, wertlos und unzureichend fühle. Weil ich dann immer glaube, andere sind besser und können dich so leicht ersetzen. Keiner würde dich vermissen, also gib doch endlich auf.

Tja und wäre Zeichnen irgendwo nicht so ein Zwang für mich, den ich einfach ausleben MUSS, weil ich sonst nichts habe, würde ich wahrscheinlich wirklich aufhören und mein bisschen scheiß Talent, was mir alle anrechnen, verkümmern lassen.
Weil es mich nur krank macht. Mich nicht mehr klar denken lässt, mich dazu führt das ich mir Schmerzen zufüge und das ich meine Freunde schlecht behandel.

Und doch heißt es für mich immer nur den Frust runter schlucken. Ja, lass ihn klamm heimlich im Stillen an dir selber aus. Das sieht keiner, das merkt keiner, das hört keiner. Das sehe nur ich alleine und dann kann ich es verstecken. Dann spiele ich wieder den happy Affen für die paar 1000 Leute, die hin und wieder einen Bruchteil von mir zu sehen und zu hören kriegen.

Und so sitze ich bei jedem scheiß Bild da, hoffe natürlich das ich endlich mal zufrieden und glücklich über das Bild sein kann und mit den Resonanzen und Feedback endlich mal das bekomme, was ich will und es auch endlich mal genug ist.
Aber da ich ja nie selber wirklich weiß, was ich will, mich von allen nur bedroht und in einem Wettstreit fühle, wird das womöglich nie einsetzen. Denn ich gebe ständig nur den anderen die Schuld an meinen Kummer und Versagen. Dabei bin ich es, die alle in den Wahnsinn treibt und ihnen nichts gönnt. Und das tut mir sehr leid.

Und um zu vermeiden, dass ich Leuten zeige, wie ich wirklich bin, wird eben deshalb alles runter geschluckt. Obwohl ich in diesen Moment genau das alles von mir Preis gegeben habe, wovor ich verdammte scheiß angst habe. Angst vor der Verurteilung und Maßregelung fremder Personen.
Aber wenigstens kann ich dazu stehen, dass ich anderen nichts gönne, ihnen Misserfolg wünsche und verdammt neidisch auf ihr Glück und Können bin. Zumindest kann ich mir das selber eingestehen, auch wenn ich es vor anderen verstecke und ihnen die ebenso nette, tolle, tolerante, großzügige Mitzeichnerin spiele.

So viel dazu. Und jetzt bearbeite ich ein scheiß neues Bild fertig und tue mal wieder so, als wenn ich super happy und zufrieden damit wäre, damit auch ja niemand etwas falsches von mir denkt oder mir irgendwelche Vorwürfe macht.

-Dylan